fragRoger · Analyse · 15. August 2026

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Claude Watermark: Statistische Wortverteilung & Quick Check

Anthropic markiert Claude-Texte seit dem 2. August 2026 unsichtbar. Kein verstecktes Zeichen, sondern eine statistisch nachweisbare Wortwahl, die nur mit dem geheimen Schlüssel statistisch nachweisbar ist. Unten ein Detektor zum Ausprobieren, danach die Erklärungen und ein Skill um deine Texte menschlicher zu verfassen.

Green-List/Red-Listz-TestSynthID-FamilieEU AI Act Art. 50(2)

Zuerst die Begriffsklärung

Warum «Wasserzeichen» eigentlich irreführend ist

Der Begriff suggeriert ein physisches Merkmal wie auf einer Banknote, sichtbar für das blosse Auge. Tatsächlich beschreibt Anthropic selbst den Gegenteil-Fall: Das Wasserzeichen ist für Leser komplett ununterscheidbar und verändert weder Bedeutung noch Qualität des Texts.

Es gibt keine Zeichenkette zu suchen, keine verdächtigen Leerzeichen zu messen und nichts, was ein manuelles Auffinden erlauben würde. Der eigentliche Mechanismus ist eine Manipulation der Zufallsquelle, mit der das Modell zwischen bedeutungsgleichen Kandidatenwörtern wählt, etwa «schnell», «rasch» und «flott» in einem Kontext, in dem alle drei denselben Sinn ergeben.

Textforensik im Browser

Text prüfen

Dieselbe Logik wie im Anthropic-Modul, direkt hier ausgeführt. Bitte beachte: Ohne Anthropics echten Schlüssel ist das eine Methodik-Demo, kein Claude-Nachweis. Ein echter Claude-Text wird hier deshalb nicht erkannt – geprüft wird nur der Bias gegenüber dem unten eingestellten Schlüssel.

Der Selbsttest erzeugt Text, der mit genau diesem Schlüssel markiert wurde – der Detektor muss ihn als auffällig melden. Damit ist belegt, dass die Statistik funktioniert und unauffällige Ergebnisse bei fremden Texten kein Fehler sind, sondern die fehlende Schlüsselkenntnis widerspiegeln.

Wichtig zum Verständnis: Beim Wortwahl-Test bleibt auch der KI-Text unauffällig, und das ist korrekt. Dieser Test misst nur, ob die Wortwahl zum eingestellten Schlüssel passt – nicht den Schreibstil. Wer den Unterschied sehen will, wechselt zu «Typische KI-Floskeln». Der KI-Text enthält zusätzlich unsichtbare Zeichen für den zweiten Test.

Drei Prüfungen, drei verschiedene Spuren

Zählt Formulierungen, die Sprachmodelle überdurchschnittlich oft benutzen. Ein Stilindiz, kein Beweis.

Evidenzindex
Keine belastbare Einordnung

Der Text ist zu kurz für eine belastbare Einordnung. Ab etwa 150 Wörtern wird der Index aussagekräftig.

Aussagekraft: nicht bewertbar · 33 Wörter · 0 Floskeltreffer

Index 0–100

Merkmale und Evidenzpunkte

Variation der Satzlänge

Niedrige Werte zeigen ähnlich lange Sätze – ein typisches Modellmuster.

Stilometrie · Wert 0.03 · tief = maschinennah

3/3

Generische Formulierungen

Anteil erkannter allgemeiner oder formelhafter Formulierungen.

Sprachmuster · Wert 0.0 % · hoch = maschinennah

0/3

Standardisierte Übergänge

Anteil der Sätze mit typischen Übergangs- oder Zusammenfassungsformeln.

Sprachmuster · Wert 0.0 % · hoch = maschinennah

0/3

Wiederholte Satzanfänge

Anteil der Sätze, die mit denselben zwei Wörtern beginnen.

Stilometrie · Wert 0.0 % · hoch = maschinennah

0/3

Wiederholte Wortfolgen

Anteil wiederholter Wortdreiergruppen.

Sprachmuster · Wert 0.0 % · hoch = maschinennah

0/3

Wortschatzvielfalt

Niedrige Werte können auf einen gleichförmigen Wortschatz hinweisen.

Stilometrie · Wert 0.97 · tief = maschinennah

0/3
Stilometrie · 12.5Sprachmuster · 0.0

Gefundene Floskeln

Keine der bekannten KI-Floskeln aus dem Text-Humanizer-Skill gefunden. Das ist ein Stilbefund, kein Herkunftsnachweis.

Was dieses Ergebnis nicht sagt

  • Die Schwellenwerte sind Beispielwerte aus dem Referenzskript und nicht auf einen eigenen Vergleichskorpus kalibriert.
  • Die tokenstatistischen Merkmale (Surprisal, Entropie, Top-k-Anteile) fehlen, weil dafür ein lokal betriebenes Sprachmodell nötig wäre.
  • Das Ergebnis beschreibt statistische Ähnlichkeit und beweist weder Urheberschaft noch ein bestimmtes Modell.
  • Floskeln sind ein Stilsignal, kein Herkunftsnachweis. Auch Menschen schreiben «zusammenfassend» oder «darüber hinaus»; ein gut redigierter KI-Text bleibt hier sauber.

Einordnung

Drei Ebenen von KI-Spuren

«KI-Wasserzeichen» ist ein Sammelbegriff für drei technisch völlig verschiedene Ebenen. Wer sie vermischt, sucht an der falschen Stelle.

Spur 1 · Typische KI-Floskeln

Formulierungen und Satzmuster, die Sprachmodelle überdurchschnittlich oft benutzen. Ein Stilindiz, kein Beweis.

Hier prüfbar · Indiz, kein Nachweis

Spur 2 · Verzerrte Wortwahl (Wasserzeichen)

Beim Schreiben bevorzugt das Modell eine geheime Wortliste. Kein Sonderzeichen im Text, nur eine Häufungsanomalie.

Hier nur methodisch · Schlüssel nicht öffentlich

Spur 3 · Unsichtbare Zeichen im Text

Zeichen ohne Breite, Steuerzeichen, Variation Selectors und verwechselbare Buchstaben, die im Text stehen, aber nicht angezeigt werden.

Hier prüfbar · eindeutige Treffer

Der Checker oben deckt Spur 1 und Spur 3 verifizierbar ab, Spur 2 nur methodisch, weil Anthropics Schlüssel nicht öffentlich ist. Metadaten in Dateien sind nicht Teil dieser Seite und laufen über den text-humanizer-Skill.

Der technische Mechanismus

Green List und Red List

Anthropic bestätigt, dass Claudes Ansatz eine Variante von Google DeepMinds SynthID-Text ist, welches auf die 2022 von Scott Aaronson vorgeschlagene Designidee zurückgeht. Diese Familie von Verfahren, zu der auch die 2023 veröffentlichte KGW-Methode (Kirchenbauer, Geiping, Wen et al.) gehört, funktioniert nach folgendem Muster:

  1. 01Bei jedem Generierungsschritt besitzt das Modell mehrere Kandidatentokens mit nahezu identischer Wahrscheinlichkeit.
  2. 02Ein geheimer Schlüssel wird mit den vorherigen Tokens kombiniert und per Hash-Funktion pseudorandom genutzt, um das gesamte Vokabular in eine Green List und eine Red List zu splitten.
  3. 03Green-List-Tokens erhalten einen kleinen positiven Bonus auf ihre Auswahlwahrscheinlichkeit, bevor das Modell den nächsten Token zieht.
  4. 04Dieser Bonus wirkt nur dort, wo Kandidaten ohnehin nahezu gleichwertig waren; er überschreibt keine starke Modellpräferenz, weshalb Grammatik und Fakteninhalt unverändert bleiben.
  5. 05Über einen langen Text hinweg summiert sich die Verzerrung zu einem statistisch messbaren Muster, obwohl jede einzelne Wortwahl für sich genommen unauffällig wirkt.

Formal sampelt ein wasserzeichenfreies Modell den nächsten Token w_t aus einer bedingten Verteilung P_t über das Vokabular W. Ein wasserzeichenbehaftetes Modell koppelt diese Auswahl zusätzlich an eine pseudorandome Variable ζ_t, die nur der Prüfer kennt, sodass w_t = S(P_t, ζ_t) gilt, wobei S eine deterministische Dekoderfunktion ist.

Detektion

Ein reiner Signifikanztest

Die Erkennung läuft in umgekehrter Richtung: Der Prüfer wendet mit demselben geheimen Schlüssel dasselbe Hashing-Schema auf den zu prüfenden Text an, zählt den Anteil der Tokens, die in die Green List fallen, und vergleicht diesen Anteil mit dem Erwartungswert bei reinem Zufall, typischerweise 50 Prozent bei γ = 0,5. Weicht der beobachtete Anteil signifikant nach oben ab, gilt der Text als wahrscheinlich Claude-generiert. Der Test funktioniert ohne Zugriff auf das Modell, benötigt aber zwingend den Schlüssel.

Faktor
Auswirkung auf das Signal
Kopieren, Einfügen, Reformatieren
Bleibt erhalten, die Wörter sind unverändert
Übersetzung in andere Sprache
Signal verschwindet vollständig, Tokenfolge wird neu erzeugt
Starke Umformulierung
Meist zerstört, jede Wortwahl wird neu getroffen
Leichtes Lektorat
Überlebt meist teilweise
Sehr kurze Ausschnitte
Unter der Nachweisschwelle, unzuverlässig (< ca. 75–100 Wörter)
Code oder wörtliche Zitate
Geringe Entropie, kaum brauchbares Signal

Ein positiver Treffer beweist zudem nur, dass Claude an dem Text mitgewirkt hat, nicht wer die Inhalte oder Ideen geliefert hat. Ein selbst verfasster Text, der lediglich von Claude Korrektur gelesen oder übersetzt wurde, kann exakt dieselbe Markierung auslösen wie ein komplett KI-generierter Text. Umgekehrt ist das Fehlen einer Markierung kein Beweis für menschliche Autorenschaft.

Aktueller Stand

Öffentliche Detektion gibt es noch nicht

Anthropic hat zum Zeitpunkt der Ankündigung noch keine öffentliche Detection-API veröffentlicht; die Firma arbeitet an Tools für Nutzer und Dritte, ohne verbindlichen Zeitplan. Ohne den echten Anthropic-Schlüssel lässt sich das Originalverfahren also nicht nachbauen oder extern verifizieren.

Kommerzielle «AI-Detektoren», die heute schon Claude-Text erkennen wollen, arbeiten stattdessen mit generischer stilistischer Analyse: vorhersagbare Formulierungen, gleichförmiger Satzrhythmus, wiederkehrende Struktur. Michael Wades Analyse ordnet das ausdrücklich als grundverschiedene und deutlich unzuverlässigere Technik ein. Der regulatorische Treiber der Massnahme ist Artikel 50(2) des EU AI Act, den Anthropic mit dem Code of Practice formell unterzeichnet hat.

Eigenbau

Ein Text-Checker nach demselben Prinzip

Das Grundprinzip ist offen dokumentiert und lässt sich für eigene Zwecke nachbauen, etwa zum Wasserzeichnen selbst betriebener LLM-Pipelines, auch wenn Anthropics konkreter Schlüssel unzugänglich bleibt. Das folgende Python-Modul implementiert die Kernlogik: pseudorandome Green-List-Erzeugung pro vorherigem Token plus Schlüssel, und einen z-Test-Detektor, der die beobachtete Trefferquote gegen den Zufallserwartungswert prüft.

checker.py
"""
Claude / LLM Text-Watermark Checker (KGW-Stil / Green-Red-List)
-----------------------------------------------------------------
Implementiert das statistische Grundprinzip, das Anthropic fuer
Claude-Wasserzeichen beschreibt (SynthID-Text / KGW-Familie):
Bei jedem Generierungsschritt wird das Vokabular pseudorandom -
gesteuert durch einen Secret Key + die vorherigen Tokens - in eine
"Green List" und eine "Red List" gesplittet. Ein wasserzeichen-
behaftetes Modell bevorzugt statistisch die Green-List-Tokens.
Ohne den Key ist dieser Bias fuer Menschen unsichtbar, aber mit
genuegend Text statistisch nachweisbar (z-Test).

WICHTIG: Ohne Anthropics echten Secret Key kann dieses Skript
Claude-Wasserzeichen NICHT verifizieren. Es demonstriert die
Methodik und kann fuer eigene, selbst erzeugte Wasserzeichen
(z.B. in eigenen LLM-Pipelines) produktiv genutzt werden.
"""

import hashlib
import math
import re
from typing import List, Dict, Optional


def _hash_token(seed_str: str, token: str) -> int:
    return int(hashlib.sha256(f"{seed_str}:{token.lower()}".encode()).hexdigest(), 16)


def get_green_list(prev_token: str, key: str, vocab: List[str], gamma: float = 0.5) -> set:
    """Pseudorandomer Split des Vokabulars in Green/Red, seeded durch prev_token + Key."""
    seed_str = f"{key}:{prev_token.lower()}"
    scored = sorted(vocab, key=lambda w: _hash_token(seed_str, w))
    n_green = int(len(vocab) * gamma)
    return set(scored[:n_green])


def tokenize(text: str) -> List[str]:
    """Einfache Wort-Tokenisierung (fuer Produktionseinsatz: echten LLM-Tokenizer verwenden)."""
    return re.findall(r"[A-Za-zÀ-ÿ]+(?:'[a-z]+)?", text)


def detect_watermark(
    tokens: List[str],
    key: str,
    gamma: float = 0.5,
    vocab: Optional[List[str]] = None,
    z_threshold: float = 4.0,
) -> Dict:
    """
    Fuehrt den z-Test auf der Green-List-Traefferquote durch.

    - gamma: Erwarteter Anteil Green-Tokens unter Nullhypothese (kein Wasserzeichen).
    - z_threshold: Klassischer Schwellenwert (~4.0) fuer "wahrscheinlich wasserzeichenbehaftet".
    """
    if vocab is None:
        vocab = list(set(t.lower() for t in tokens))
    if len(tokens) < 2:
        return {"error": "Zu wenige Tokens fuer verlaessliche Erkennung (mind. ~75-100 empfohlen)."}

    green_hits = 0
    n = 0
    for i in range(1, len(tokens)):
        prev_tok, cur_tok = tokens[i - 1], tokens[i]
        green = get_green_list(prev_tok, key, vocab, gamma)
        if cur_tok.lower() in green:
            green_hits += 1
        n += 1

    observed_frac = green_hits / n
    se = math.sqrt(gamma * (1 - gamma) / n) if n > 0 else 0
    z = (observed_frac - gamma) / se if se > 0 else 0.0
    p_value = 0.5 * math.erfc(z / math.sqrt(2))

    return {
        "tokens_tested": n,
        "green_hits": green_hits,
        "observed_fraction": round(observed_frac, 4),
        "expected_fraction_null": gamma,
        "z_score": round(z, 3),
        "p_value_one_sided": round(p_value, 6),
        "likely_watermarked": z > z_threshold,
        "reliability_note": (
            "Ausreichend Text (>=100 Woerter empfohlen)."
            if n >= 100 else
            "Warnung: Textmenge unter empfohlenem Minimum, Ergebnis unsicher."
        ),
    }


def check_text(text: str, key: str, gamma: float = 0.5) -> Dict:
    """High-Level-Funktion: Text -> Tokenisierung -> Watermark-Check."""
    tokens = tokenize(text)
    return detect_watermark(tokens, key, gamma=gamma)


if __name__ == "__main__":
    # Beispieltext (menschlich verfasst, kein echtes Anthropic-Wasserzeichen)
    demo_key = "beispiel-secret-key"
    demo_text = (
        "Der Regen fiel leise auf das Dach, waehrend die Katze am Fenster sass "
        "und nach draussen schaute. Es war ein ruhiger Nachmittag, an dem nichts "
        "Aussergewoehnliches geschah, ausser dem gleichmaessigen Klang des Wassers."
    )
    result = check_text(demo_text, demo_key)
    for k, v in result.items():
        print(f"{k}: {v}")

Der Detektor liefert für jeden Text: die Anzahl geprüfter Tokens, die Green-List-Trefferquote, den z-Score und einen einseitigen p-Wert. Als Faustregel aus der Literatur gilt ein z-Score über etwa 4 als starkes Indiz für ein vorhandenes Wasserzeichen, während unter 100 Wörtern die Zuverlässigkeit stark abnimmt. Für den produktiven Einsatz gegen echte Modelle braucht es zusätzlich den exakten Tokenizer des Zielmodells statt einer einfachen Wort-Tokenisierung, den tatsächlichen Secret Key des Anbieters sowie Kenntnis des Gamma-Parameters und der Kontextfenstergrösse für die Hash-Seed-Bildung.

Ergänzend dazu steht das Modul ki_text_evidenz.py zum Download. Es ist bewusst kein Prozent-Detektor, sondern ein transparenter Evidenzschlüssel: messbare Merkmale ergeben je 0 bis 3 Punkte, gruppiert und gewichtet zu einem Index samt ausgewiesener Aussagekraft. Der Modus «Typische KI-Floskeln» oben nutzt genau diese Logik – ohne die tokenstatistischen Merkmale, weil dafür ein lokal betriebenes Sprachmodell nötig wäre.

Praxis

Der passende Skill dazu

Wer die andere Richtung braucht, also Provenienz-Marker in eigenen Dateien prüfen und entfernen, findet auf skills.fragroger.ai meinen Skill dafür. Die ausführliche Anleitung steht auf KI-Wasserzeichen entfernen.

Remove multi-vendor AI provenance marks

  • Stil · typische KI-Floskeln, entschärft per Umschreiben
  • Wortwahl · statistische Text-Wasserzeichen
  • Zeichen · unsichtbare Zeichen im Text
  • Dateien · C2PA, EXIF, XMP und Container-Metadaten in PNG, JPEG, WebP, SVG, PDF, DOCX, ODT, HTML, MD

Deckt Claude, Gemini bzw. SynthID-Klasse, OpenAI-Provenienz und Sampling-Marken offener LLMs ab. Aufruf über /remove-ai-marks (Alias /remove-claude-marks).

Skill ansehen: text-humanizer

Gedacht für eigene Inhalte, für Datenschutz, Hygiene und Forschung. Ein bereinigter Text ist kein Nachweis für menschliche Autorschaft – und soll auch nicht als solcher verkauft werden.

Einordnung

Weitere Informationen

Verwandte Verfahren

Google DeepMind setzt mit SynthID Text auf ein ähnliches Sampling-Wasserzeichen, zusätzlich zu SynthID für Bild, Audio und Video. OpenAI hat ein Textwasserzeichen entwickelt, aber bislang nicht ausgerollt.

Provenienz statt Wasserzeichen

C2PA bzw. Content Credentials hängen kryptografisch signierte Metadaten an Dateien. Das ist robust gegen Umformulierung, überlebt aber kein Copy-Paste von reinem Text.

Angriffe aus der Forschung

Paraphrase-Angriffe, Übersetzungs-Roundtrips und Spoofing sind gut dokumentiert. Erhöht man die Green-List-Verzerrung für mehr Robustheit, sinkt die Textqualität – ein direkter Trade-off.

Falsch-Positive

Der z-Test ist ein statistischer Test, kein Beweis. Bei kurzen Texten, Listen, Code oder festen Formulierungen steigt das Risiko einer Fehlklassifikation deutlich.

Praxis für Schule und HR

Ein Detektorergebnis allein trägt keine Sanktion. Sinnvoll ist es als Anlass für ein Gespräch, kombiniert mit Prozessnachweisen wie Versionsverlauf, Entwürfen und Quellen.

Belege

Quellen